Traumapädagogik Weiterbildung für Fachkräfte im sozialen und pädagogischen Bereich
Wenn Verhalten schwer einzuordnen ist, reicht Erfahrung oft nicht mehr aus.
Lerne, traumabedingte Dynamiken zu verstehen und in deinem Arbeitsalltag sicher damit umzugehen.
Unsere Weiterbildung in traumazentrierter Fachberatung basiert auf den Curricula der DeGPT und des Fachverbands Traumapädagogik und verbindet fachliche Grundlagen mit konkreter Anwendung in der Praxis.
Typische Situationen im Arbeitsalltag
Viele Fachkräfte erleben Situationen, in denen ihr bisheriges Wissen nicht ausreicht.
• Kinder oder Klient*innen reagieren plötzlich mit Rückzug oder starken Emotionen
• Gespräche eskalieren, obwohl sie "eigentlich ruhig" geführt werden
• Verhalten wirkt widersprüchlich oder kaum erklärbar
Oft steckt mehr dahinter als schwierige Kommunikation oder fehlende Motivation. Traumabedingte Dynamiken zeigen sich im Alltag anders, als viele erwarten – und lassen sich ohne entsprechendes Fachwissen schwer einordnen.
Fundierte Weiterbildung auf Basis anerkannter Standards
Die Weiterbildung in traumazentrierter Fachberatung orientiert sich an den Curricula der DeGPT (Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie) und des Fachverbands Traumapädagogik e. V.
Beide Institutionen stehen für fachliche Standards im Bereich Psychotraumatologie und Traumapädagogik. Die Inhalte der Weiterbildung sind darauf ausgerichtet, wissenschaftliche Grundlagen mit praxisnaher Anwendung zu verbinden.
Was du in der Weiterbildung konkret lernst
In der Weiterbildung an der GIS-Akademie geht es neben der wichtigen Theorie auch um die sichere Anwendung im beruflichen Alltag.
Du lernst unter anderem
• traumabedingte Dynamiken frühzeitig zu erkennen und einzuordnen
• stabilisierende Methoden im Umgang mit belasteten Klient*innen anzuwenden
• Gespräche traumasensibel zu führen, ohne zusätzliche Belastung zu erzeugen
• deine eigene Rolle im Kontakt klarer zu verstehen und abzugrenzen
Ein zentraler Fokus liegt darauf, Handlungssicherheit zu entwickeln — auch in Situationen, die bisher schwer greifbar oder überfordernd waren.
Deshalb sind in jedem Themenblock Supervisionen eingeplant. Hier reflektierst du konkrete Fälle aus deinem Arbeitsalltag und entwickelst gemeinsam mit der Gruppe neue Perspektiven und Lösungsansätze.
Für wen die Weiterbildung besonders relevant ist
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte, die mit Menschen in belastenden Lebenssituationen arbeiten, zum Beispiel
• pädagogische Fachkräfte
• Sozialarbeiter*innen, Berater*innen sowie Coaches und Trainer*innen
• Mitarbeitende in Jugendhilfe, Schule oder sozialen Einrichtungen
Besonders relevant ist sie für alle, die in ihrem Arbeitsalltag an Grenzen stoßen und ihr fachliches Verständnis im Umgang mit traumatischen Erfahrungen vertiefen möchten.
Traumapädagogik und Traumatherapie - wo liegt der Unterschied?
Traumapädagogik und Traumatherapie werden im Alltag oft gleichgesetzt, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.
Die Traumatherapie ist ein therapeutisches Verfahren und gehört in den medizinisch-psychologischen Bereich. Sie setzt eine entsprechende Ausbildung voraus und zielt darauf ab, traumatische Erfahrungen gezielt zu bearbeiten und zu behandeln.
Die Traumapädagogik hingegen ist im pädagogischen und sozialen Arbeitsfeld verortet. Sie unterstützt Menschen dabei, Stabilität, Orientierung und Handlungssicherheit im Alltag zu entwickeln, ohne therapeutisch zu arbeiten.
In der traumazentrierten Fachberatung geht es genau um diese Schnittstelle.
Du lernst, traumabedingte Dynamiken zu erkennen, einzuordnen und im beruflichen Kontext angemessen damit umzugehen — ohne die Rolle einer Therapeutin oder eines Therapeuten zu übernehmen.
Gerade im pädagogischen und beratenden Alltag ist diese Abgrenzung entscheidend. Du erkennst, was in deinem Verantwortungsbereich liegt, wo deine Grenzen sind und wann therapeutische Unterstützung notwendig ist.

Ablauf, Dauer und Rahmen der Weiterbildung
Die Weiterbildung ist so aufgebaut, dass du sie gut mit deinem Berufsalltag vereinbaren kannst.
• 7 berufsbegleitende Blockseminare à 2,5 Tage
• Kombination aus Theorie, Praxis und Supervision
• feste Module mit klaren Themenschwerpunkten
Die Termine finden in der Regel von Donnerstag bis Samstag statt.
Donnerstags 17:00–20:30 Uhr
Freitags und Samstags jeweils 09:00–17:00 Uhr
Ergänzt wird die Weiterbildung durch Supervisionsabende, in denen du eigene Fälle einbringen und reflektieren kannst.
Du kannst flexibel entscheiden, ob du vor Ort oder online teilnimmst (hybrides Format).
So entwickelst du Schritt für Schritt mehr Sicherheit im Umgang mit traumabedingten Dynamiken.
Durch die Blockstruktur entsteht Raum, das Gelernte im eigenen Arbeitsalltag zu erproben und in Supervisionen gemeinsam zu reflektieren.
Kosten und Fördermöglichkeiten
Die Entscheidung für eine Weiterbildung hängt nicht nur vom Inhalt ab, sondern auch von den Rahmenbedingungen.
Die Kosten für die gesamte Weiterbildung (inkl. Unterricht und Supervision, 164 Unterrichtseinheiten) betragen
3.330 € zzgl. MwSt. (3.962,70 € inkl. MwSt.).
Eine Ratenzahlung ist nach Absprache möglich.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Weiterbildung gefördert werden, zum Beispiel über:
• Bildungsurlaub
• Bildungschecks (z. B. NRW, Hamburg, Niedersachsen, Bremen)
• Qualifizierungschancengesetz (QCG)
• Förderprogramme für Selbstständige (z. B. KOMPASS)
Auch eine Finanzierung über den Arbeitgeber oder die steuerliche Absetzbarkeit als Weiterbildung kann infrage kommen.
Wenn du unsicher bist, ob die Weiterbildung zu deiner aktuellen Situation passt, kannst du dich unverbindlich informieren oder an einem unserer kommenden Informationsabende teilnehmen.
Wofür du hier eigentlich bezahlst
Unsere Weiterbildung ist kein reines Theorieformat.
Du lernst von und arbeitest mit Dozent*innen, die selbst in der Praxis stehen — in pädagogischen, beratenden und auch forensischen Kontexten. Das heißt: Es geht nicht um "Beispiele aus dem Lehrbuch", sondern um reale Fälle, Perspektiven und Spannungsfelder.
Ein Teil der Inhalte bewegt sich auch da, wo andere Angebote aufhören. Etwa im Umgang mit komplexen Dynamiken, Täterperspektiven oder institutionellen Grenzen.
Dazu kommt der kontinuierliche Praxisbezug: Supervision, Reflexion und der Austausch in der Gruppe sind ein fester Bestandteil der Weiterbildung.
Themen wie interkulturelle Arbeit, Flucht und strukturelle Rahmenbedingungen werden nicht ausgeklammert, sondern bewusst integriert.
Noch unsicher? Lerne die Weiterbildung im Informationsabend kennen
Du bist dir noch nicht sicher, ob die Weiterbildung zu dir passt?
In den Informationsabenden bekommst du einen Einblick in Inhalte, Ablauf und kannst offene Fragen klären.
Termine:
14.04.2026 Online · 19:00–20:00 Uhr
04.06.2026 Online · 19:00–20:00 Uhr
25.08.2026 Hamburg + Online · 19:00–20:00 Uhr
Nächster Weiterbildungsstart:
03.09.2026 Hamburg + Online
Die Teilnahme am Informationsabend ist unverbindlich.
Alle Informationen zur Weiterbildung sowie Anmeldung zum Infoabend gibt es hier.